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APRS-Pfad-, Zeit- und Sendeeinstellungen
im Einzugsbereich von DB0AUS

Im Gegensatz zum normalen Packet-Radio-Netz mit getrennten Zugangs- und Interlinkfrequenzen finden bei APRS Netzzugang und Packet-Weiterleitung auf einer Frequenz statt. Um Probleme, Kollisionen und eine übermäßige Frequenzbelastung zu vermeiden, ist die korrekte Wahl der Pfadeinstellung von großer Bedeutung. Aber auch die Einstellungen zur Station sollten beachtet werden, um auch richtig auf den Bildschirmen der Anderen zu erscheinen.

Das wichtigste zuerst: Pfad und Zeitintervall

Mobile und portable Stationen sollten gemäß den NEWn-N-Paradigma für Europa nachfolgenden Pfad nutzen:

    WIDE1-1,WIDE2-2

Damit wird das APRS-Packet auf jeden Fall vom nächstgelegenen Digipeater an die nächsten WIDE-Digis weitergesendet.

Die eigene Positionsmeldung sollte hier nicht häufiger als 1 x pro Minute gesendet werden (DB0AUS unterdrückt z. B. Packets, die schon vor Ablauf einer Minute kommen). Einige Tracker erlauben dynamische Zeitabstände je nach Geschwindigkeit und Richtungsänderung. Auch hier sollte die Bake nicht häufiger als jede Minute ein Mal gesendet werden.

ui-view-setupStationäre Nutzer, die im Einzugsbereich von DB0AUS sind, verwenden folgende Pfadeinstellung:

    DB0AUS,WIDE2-2

Durch das Ersetzen von RELAY durch DB0AUS wird verhindert, dass andere Stationen, die als RELAY-Digi konfiguriert sind, das Packet unnötig wiederholen.

Hinweis: Beim Programm UI-View (siehe rechts) muss als “Unproto address” in der Konfiguration dann APRS,DB0AUS,WIDE2-2 angegeben werden.

Der Abstand zwischen den eigenen APRS-Aussendungen sollte bei Feststationen 30 Minuten betragen. Spätestens nach einer halben Stunde haben so alle im Netz die Station auf dem Schirm.

TX-Delay (TXD) möglichst kurz!

Um die Kanalbelastung möglichst gering zu halten, sollte auch die TX-Delay - die Zeit zwischen Senderhochtastung und Datenaussendung - so klein wie möglich sein. Bei den meisten neueren Funkgeräten ist eine Zeit von 80 bis 150 ms (TXD 8 bis TXD 15) ausreichend. Den Wert optimiert man, indem man ihn soweit reduziert, bis kein Packet mehr digipeated wird. Dann nimmt man den nächst höheren Wert und kann zur Sicherheit noch 10 ms (1 TXD-Zähler) dazu addieren.

Kommt man mit WIDE2-2 weit genug?

Ja! Mit der Einstellung WIDE1-1,WIDE2-2 bzw. DB0AUS,WIDE2-2 kommt man 3 sogenannte “Hops” weit. Damit werden aus dem Einzugsbereich von DB0AUS heraus auf jeden Fall alle APRS-Digis in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz erreicht. Es wird auch das nächste Gateway ins Internet angesprochen, worüber die eigene APRS-Meldung weltweit verfügbar wird.

Was ist der Unterschied zwischen WIDE und TRACE?

Verwendet man TRACE statt WIDE, so fügt sich jeder Digipeater, über den das Packet geleitet wurde, in den Pfad ein. Hierdurch verlängert sich der Pfad in der digitalen Aussendung. TRACE macht nur Sinn, wenn man “Messages” mit einer anderen Stationen austauschen möchte. Hierfür empfiehlt sich der exakte Pfad für den Rückweg der Infos. Für Tracker und Mobilstationen ist TRACE völlig ungeeignet, weil hier in der Regel nicht geantwortet werden kann.

Wie macht man sich unbeliebt?

Mit Pfadeinstellungen wie WIDE,WIDE,WIDE,WIDE,WIDE oder WIDE7-7 bzw. TRACE7-7 oder WIDE3-3,TRACE3-3 und mit all zu häufigen APRS-Aussendungen bei stationärem Betrieb.

Zum NEWn-N-Paradigma: